Online-Bewertungen – Wie gehe ich damit um?

Nutzerbewertungen im Internet wird eine immer höhere Relevanz bei der Suche nach einer neuen Arztpraxis zugesprochen. Vor allem Google spielt hier, wie auch an vielen anderen Stellen des Online-Marketings, eine große Rolle. Wie Online-Bewertungen funktionieren und wie Sie mit negativen Beurteilungen umgehen, lesen Sie in unserem neuen Blog-Beitrag.

Über 80% der Internet­nutzer orientieren sich an Online-Bewertungen.

Sie kennen das – die Suche nach einem guten Restaurant oder einem neuen Friseur in der Umgebung gestaltet sich mit Hilfe von Google & Co. immer schneller und zuverlässiger. Gleiches gilt auch für die Suche nach einem Arzt – aber was, wenn die Auswahl groß ist? Bei einer Entscheidung steht die Orientierung an Google-Bewertungen an sehr hoher Stelle. So vertrauen über 80% der Internetnutzer einer Online-Beurteilung von anderen und lassen sich von dieser positiv, aber auch negativ beeinflussen. (Quelle: https://www.brightlocal.com/research/local-consumer-review-survey/)

Haben Online-Bewer­tun­gen Aus­wir­kungen auf mein Google-Ranking?

Möglichst gute Bewertungen bei Google My Business sind ein wirksames Mittel, neue Patienten zu gewinnen. Beurteilt wird nach einem einfachen Prinzip – je mehr Sterne, desto besser die Bewertung. Ergänzt können Sie diese durch einen Er­fahrungs­bericht und Fotos. Ein positiver Nebeneffekt: Viele Bewertungen Ihrer Praxis steigert Ihre Relevanz für Google.

Hilfe! Eine schlechte Be­wer­tung – was nun?

Doch was ist zu tun, wenn ich eine schlechte Google-Beurteilung erhalte, die wohlmöglich sogar unberechtigt ist? Negativ-Beiträge sollten Sie keinesfalls ignorieren. Trotzdem gilt es, Ruhe zu bewahren und keine vorschnellen Hand­lungen, wie das Löschen des Google-Auftritts oder eine emotionale Antwort, vorzunehmen. Prinzipiell gibt es zwar keine Möglichkeit, eine Bewertung ‚einfach‘ zu löschen. Jedoch besteht auch für den Internet-Riesen Google seit der Einführung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) die Pflicht, falsche Tatsachenbehauptungen, Belei­digungen oder Ähnliches zu überprüfen und ggf. zu löschen. Um diesen Prozess einzuleiten, müssen Sie allerdings einige Mühen in Kauf nehmen:

1. Die kleine ‚Flagge‘, die neben jeder Bewertung bei Google My Business angezeigt wird, anklicken und den Beitrag als ‚unangemessen‘ melden.

2. Den Google-Support via Online-Chat oder Telefon kontaktieren, sodass Ihr Anliegen zügig bearbeitet wird.

3. Im Härtefall: Die Rechtsabteilung von Google kontaktieren und bei Bedarf einen Rechtsbeistand zur Hilfe ziehen.

Auch, wenn die aufgeführten Maßnahmen viel Zeit in Anspruch nehmen können, sollten sie auf negative Bewertungen besser zeitnah und kompetent reagieren, um eine langfristige Ruf­schädigung Ihrer Praxis zu verhindern.
So oder so sollten Sie auf die Rezensionen antworten. Es empfiehlt sich, Unklarheiten aus dem Weg zu räumen oder sich für etwaige Unannehmlichkeiten freund­lich zu entschuldigen – dies hinterlässt einen positiven und seriösen Eindruck bei anderen Nutzern und kann manch eine schlechte oder nur mittelmäßige Bewertung wieder ins rechte Licht rücken.

Die wichtigsten Tipps im Umgang mit Bewertungen.

  • Reagieren Sie direkt auf gute sowie schlechte Rezensionen
  • Lassen Sie sich nicht auf virtuelle Diskussionen ein
  • Nehmen sie Kritik nicht persönlich
  • Lassen Sie von gefälschten Bewertungen die Finger

Fazit.

Die Tatsache, dass theoretisch jeder Ihre Praxis im Internet bewerten kann, muss nicht immer ein Nachteil sein: motivieren Sie Ihre Stammpatienten doch mal im persönlichen Gespräch, sie zu bewerten. So steigen sie im Google-Ranking auf und heben gleichzeitig Ihren Bewertungsdurchschnitt an. Am wichtigsten sind jedoch viele und differenzierte Beurteilungen: Platzieren Sie auf Ihrer Website einen Bewertungslink und scheuen Sie sich nicht, Ihre Patienten um einen ‚Klick‘ zu bitten.

Für die kontinuierliche Betreuung und Beantwortung Ihrer Google-Bewertungen fehlt Ihnen Zeit und Muße? Unser Team von Weisskonzept berät und unterstützt Sie hierbei gerne. Sprechen Sie uns an.

Foto: Zamurovic Photography | Shutterstock